Geschichte Dänemarks
Dänemark wurde um 980 von Harald Blauzahn erstmals
geeint. Bis weit in das 11. Jahrhundert wurden die Dänen als Wikinger
bezeichnet, welche in ganz Europa Kolonien gründeten und Handel
trieben, aber auch ganze Länder und Landstriche plünderten und
Kriege führten.
Mehrmals in der Geschichte kontrollierte Dänemark
England, Norwegen, Schweden und weite Teile der Ostseeküsten und
Norddeutschlands. Schonen (ein Teil des heutigen Schwedens) war
beispielsweise lange Zeit Teil Dänemarks und ging erst 1658 an
Schweden. Die dänisch-norwegische Personalunion löste sich durch
den Frieden von Kiel 1814 auf, als Norwegen an Schweden fiel (bis
1905). Grönland, Island (bis 1944) und die Färöer verblieben ebenso
bei Dänemark wie Dänisch-Westindien (bis 1917). Die Dänische Nationalbewegung
und die Liberalen begannen in den 1830er Jahren an Macht zu gewinnen,
und nach den europäischen Revolutionen um 1848 etablierte sich
Dänemark 1849 zu einer konstitutionellen Monarchie unter
der Linie Glücksburg des Hauses Oldenburg: Es erhielt seine erste
Verfassung. Eine wichtige Rolle spielte in dieser Zeit der bedeutende
dänische Theologe, Pädagoge, Dichter und Politiker N.F.S. Grundtvig.
Nach dem Zweiten Schleswigschen Krieg 1864 war
Dänemark gezwungen, Schleswig-Holstein an Preußen abzutreten.
Hieran erinnert heute noch die nationale Gedenkstätte bei den
Düppeler Schanzen, wo jedes Jahr am 18. April der Jahrestag
der verlorenen Entscheidungsschlacht begangen wird. Diese Niederlage
bewirkte tiefe Einschnitte in der Entwicklung der nationalen Identität
Dänemarks, die Innenpolitik erfuhr einen Linksruck, die Außenpolitik
der Nation nahm einen strikten Neutralitätskurs an, und
behielt diesen bis nach dem Ersten Weltkrieg bei.
Nach dem Ersten Weltkrieg verschob sich die deutsch-dänische
Grenze erneut, diesmal nach Süden, im Jahre 1920 wurde ihr genauer
und bis heute gültiger Verlauf per Abstimmung festgelegt, Nordschleswig
ging wieder an Dänemark. Als Folge der häufigen Grenzverschiebung
existieren auf beiden Seiten Minderheiten der jeweils anderen
Nationalität mit besonderen Rechten, auf deutscher Seite in Schleswig-Holstein
zum Beispiel ist der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) bei
Landtagswahlen von der Fünf-Prozent-Klausel ausgenommen und regelmäßig
im Kieler Landtag vertreten. Am 9. April 1940 wurde Dänemark
von Deutschland (Operation Weserübung) besetzt und blieb bis Ende
des Zweiten Weltkriegs unter deutscher Besatzung.
Der Widerstand des dänischen Volkes gegen den
Holocaust war vorbildlich. Als Protest gegen die Einführung des
Judensterns in Dänemark heftete sich der König das Abzeichen an
die Kleidung und ritt durch das Land. Im Oktober 1943 kam es zu
einer beispiellosen Tat: Die Rettung der dänischen Juden durch
das dänische Volk. Nach dem Krieg war Dänemark Gründungsmitglied
der NATO, und wurde 1973 nach einer Volksabstimmung Mitglied der
Europäischen Gemeinschaft. 1989 hat Dänemark als erstes Land der
Welt zivilrechtliche Partnerschaften für Homosexuelle eingeführt.
(Quelle: Wikipedia)
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